Vertrauen und Empathie


Kinder, die sich mit ihren Eltern an einen Lerntherapeuten wenden, empfinden sich häufig als diejenigen, die an der vertrackten Situation in der Schule und zu Hause schuld sind.

Sie erkennen zumeist das beharrliche Bemühen ihrer Eltern oder eines Elternteils um Besserung ihrer schulischen Leistungen durch beständiges Üben.

Jedoch geht das Vertrauen in diese Methode zunehmend verloren. Offensichtlich stehen die Lernerfolge in keinem zu rechtfertigendem Verhältnis zur Dauer und Intensität des Übens.

Dies führt zum Verlust des Vertrauens in die eigenen Handlungen.

Das möglicherweise von Eltern und Kind als gescheitert empfundene, gemeinsame Bemühen geht auch häufig mit einem Verlust der Vertrauensbasis zwischen den Beteiligten einher.

So glauben die Kinder, es den Eltern nicht "Recht machen" zu können. Sie sehen sich als Versager der Familie.

Aus elterlicher Sicht verfestigt sich die Vermutung, da sie es vielleicht auch schon oft in den Elterngesprächen der Schule hören mussten, dass ihr Kind entweder nicht wolle oder eine generelle Lernschwäche habe.

Die Ursachen für eine Zerrüttung der Vertrauensbasis sind sehr vielschichtig. Sie können zum einen auf der Ratlosigkeit der Eltern beruhen. Zum anderen werden die Erwartungen an die schulischen Fähigkeiten des Kindes in Frage gestellt. Selbstzweifel der Eltern oder eines Elternteils bezüglich der Rolle, die das Kind im Familienleben spielt, sind ebenso anzutreffen.

Den Eltern beistehen sowie das Vertrauen des Kindes zum Therapeuten aufzubauen, das Selbstvertrauen des Kindes wieder herzustellen und zu entwickeln, ist fundamental für das Gelingen der Therapie.

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